Die Imprägnierung setzt genau dort an, wo Moos sein Startkapital findet: in der Saugfähigkeit des Ziegels. Ein hydrophobierendes Mittel zieht in die Poren ein und lässt Wasser abperlen, statt es aufzunehmen. In Oberlungwitz ist das besonders relevant, weil die freistehenden Dachflächen trocknen nach Regen zwar rasch ab, die Nordseiten bleiben aber ganzjährig klamm und veralgen. Bleibt die Oberfläche nach Regen kürzer nass, fehlt Algen und Moos die Grundlage – der Neubewuchs setzt deutlich später ein.
Technisch kommen meist Mittel auf Silan-Siloxan-Basis zum Einsatz. Sie werden drucklos aufgesprüht, in der Regel in zwei Durchgängen, kreuzweise und auf trockener Fläche. Voraussetzung ist eine vollständig gereinigte und abgetrocknete Eindeckung: Auf Moosresten oder feuchtem Ziegel bleibt das Mittel an der Oberfläche liegen und wirkt nicht. Deshalb liegen zwischen Reinigung und Imprägnierung meist ein bis zwei trockene Tage.
Rechnen lohnt sich über die Standzeit. Wenn eine Imprägnierung den nächsten Reinigungseinsatz um mehrere Jahre verschiebt, relativiert sich der Aufpreis gegenüber der reinen Moosentfernung. Auch hier gilt: Fördermittel gibt es keine, aber der Lohnanteil zählt als haushaltsnahe Handwerkerleistung nach § 35a EStG mit 20 Prozent und höchstens 1.200 Euro im Jahr.
In Oberlungwitz und Umgebung liegen die Preise für eine Moosentfernung üblicherweise bei 9 bis 17 €/m² bearbeiteter Dachfläche. Für eine Fläche von 100 m² ergibt das eine Spanne von rund 900 bis 1700 Euro. Nach oben gehen Neigung, Höhe, Zugänglichkeit und der Aufwand für Gerüst oder Hubarbeitsbühne.
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Fachbetriebe aus Oberlungwitz und dem Umland prüfen die Anfrage und rufen zurück.
Sie vergleichen in Ruhe und entscheiden selbst, wer in Oberlungwitz aufs Dach steigt.
Benedixstraße 12, 09355 Gersdorf
Am Bahnhof 6, 09337 Hohenstein-Ernstthal
Badegasse 3, 09337 Hohenstein-Ernstthal
Quelle: OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
Eine farblose Hydrophobierung verändert den Farbton kaum; unmittelbar nach dem Auftrag kann die Fläche etwas satter wirken. Wer eine sichtbare Farbauffrischung möchte, braucht eine Beschichtung, kein Imprägniermittel.
Üblich sind fünf bis zehn Jahre. Stark bewitterte Flächen, hohe Niederschlagsmengen und dauerhafte Verschattung verkürzen diese Spanne.
Für glasierte und stark engobierte Ziegel, die kaum saugen, für bereits beschichtete Flächen und für Eindeckungen mit gerissenen oder gelockerten Ziegeln. Dort ist zuerst eine Instandsetzung fällig.
Nein. Das Mittel muss in den Ziegel einziehen; auf Moos, Algen oder Schmutz bleibt es an der Oberfläche und verpufft. Reinigung und Abtrocknung sind zwingende Voraussetzung.
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Hydrophobierung der gereinigten Fläche: Wasser perlt ab, der Ziegel saugt weniger, Moos findet später Halt.